WORKSHOP JFV 2014 DREIEICHENHAIN-GÖTZENHAIN

Ausgangssituation

Wie schafft es ein Verein der sich in den jungen Jahrgängen sowohl durch Quantität wie auch Qualität auszeichnet, die positive Entwicklung auch auf den Großfeldbereich zu übertragen?
Der JFV 2014 Dreieichenhain-Götzenhain e.V. steht vor dieser Aufgabe und versucht durch den Workshop mit Advance.Football erste Grundlagen zu legen.
Dabei der wichtigste Faktor: die Einstellung der Trainer und ihr Wille sich weiter zu entwickeln. Der Rahmen eines Workshops mit einem Fokus auf das praktische Arbeiten auf dem Platz, schafft ideale Bedingungen sich vereinsintern auszutauschen.
So kommen verschiedene Ansätze und Methoden zum Vorschein. Diese wurden dann – parallel zu den Best-Practice Einheiten – von Advance.Football durchgeführt und anschließend besprochen sowie kontrovers diskutiert.

Das Ziel

Ziel der Veranstaltung war es, neben der grundlegenden Weiterbildung der Trainer auch zu verdeutlichen wie ein Übertrag der Inhalte von dem Klein- ins Großfeld möglich und sinnvoll ist.
Oftmals sind Gedanken und Ideen in den Fußballabteilungen (wenn sie denn überhaupt vorhanden sind) nicht stringent. Jeder Trainer versucht das zu trainieren, was er am besten kann und kennt. Dabei bleibt aber eine weitsichtige Ausbildung der Spieler auf der Strecke. Anhand einzelner Beispiele jeweils im Grundlagen und Aufbaubereich (U9/U11 & U15) konnte gezeigt werden, wie es doch möglich ist.
Der Fokus lag bei den einzelnen Einheiten verstärkt auf dem altersgerechten Coaching. Denn nur wenn in den einzelnen Jugenden die gleiche Sprache gesprochen wird kann sich das auch auf den Trainingsinhalt und die “Spielidee” auswirken.

Wie sollten Inhalte auf dem Platz mit den Kindern erarbeitet werden?

Wir sehen uns auf dem Platz als Helfer. Doch leider ist oftmals genau das Gegenteil der Fall.
Der Trainer wirkt meist als Kritiker auf die Kinder ein. Ein schlechter Pass, eine ungünstige Entscheidung. Viel zu häufig werden Kinder auf die negativen Dinge im Training hingewiesen. Neben dem fehlenden Lerneffekt für die jungen Spieler, ist es demotivierend und hindert an der Entwicklung.
Wie schon beschrieben sehen wir uns als Helfer. Wir geben unseren Spielern Aufgaben und sorgen dafür, dass sie diese (wenn es von alleine nicht klappt), gelöst bekommen.
Dabei ist es mit Sicherheit einfacher und bequemer die Lösung direkt vorzugeben. Was wäre aber, wenn man Kinder in einem solche Prozess begleitet. Ihnen die Leitplanken für die Lösungsfindung vorgibt, sie sich in diesen aber bewegen können wie sie möchten.
Wir gestalten diese Lösungsfindung meist als Frage/Antwort-Spiel.

Im folgenden haben wir mit den Jungs das Defensive 1:1 und eine seiner grundlegendsten Elemente erarbeitet /erfragt. Dabei und für alle anderen Inhalte im Training gilt, nur weil etwas mehrmals im Training angesprochen wurde, bedeutet das nicht, dass die Spieler es auch umsetzen können. Das Lernen ist ein viel langfristigerer Prozess, der nicht linear verläuft.
In diesem Fall wird die Wortwahl der Jungs mit “bisschen langsamer werden”aufgegriffen.

Weg von erwachsenen Wörtern und Phrasen, hin zur Sprach- und Bilderwelt der Kinder.

By |2018-11-23T12:39:35+00:00April 23rd, 2018|WORKSHOPS|0 Comments

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