TRAINERLIZENZIERUNG ODER TRAINERAUSBILDUNG?

Nach den veröffentlichten Ergebnissen beim Amateurfußballkongress 2019 ist im Vereinswesen noch immer eines wichtig: die Jugendarbeit.

Wobei viele der genannten Punkte direkt oder indirekt die Nachwuchsabteilungen betreffen:

Quelle: Institut für Demoskopie Allensbach https://assets.dfb.de/uploads/000/192/503/original_Allensbach-Studie.pdf?1551257817

Doch wie schafft man es, eine gute Jugendarbeit, mit Mannschaften in sämtlichen Spielklassen und genügend ehrenamtlichen Helfern auf die Beine zu stellen?

EIGENES JUGENDKONZEPT ANFRAGEN
LOCAL HEROES

Einige wenige Erfolgsbeispiele zeigen, dass es geht. In der Regel kennt man diese “Vorzeigevereine” regional auch sehr gut. Auf die Frage hin, wer es denn besonders gut macht in der jeweiligen Region, fallen dann häufig dieselben zwei bis drei Namen. Genügend Jugendspieler, genügend Jugendtrainer und auch noch recht hohe Spielklassen sind meistens die Kombination.

Was wir in unseren Veranstaltungen häufig feststellen, ist, dass die gute Entwicklung in diesen Clubs durch ein kleines Kernteam an “positiv Verrückten” getragen wird. Diese Kernteams kontaktieren uns oft und möchten wissen, wie man aus diesem guten Trend eine stabile Struktur aufbaut.

Die spiegelt sich auch in der “Handlungsempfehlung” zum ersten Kongressthema wieder:

“1. Strategisches Konzept: Entwicklung eines vereinseigenen strategischen Konzepts (unter anderem Leitbild, Vereinsphilosophie und Strukturen, Sportstättenplanung)”

Quelle: fussball.de

TRAINERQUALIFIZIERUNG

Eine sportlich gute Nachwuchsarbeit hat dabei in unseren Augen die höchste Priorität – man befindet sich nunmal in einem Sportverein. Dazu zählen selbstverständlich auch die pädagogischen Kompetenzen des Trainer- und Betreuerpersonals.

Macht den Kindern das Training Spaß, kommen sie gerne wieder, erzählen ihren Freunden davon und bringen diese mit, bleiben lange im Verein und sind emotional gebunden – eine Aufwärtsspirale.

Die Antwort auf die Frage nach einer guten Jugendarbeit ist demnach simpel: Trainerqualifizierung!

Also ab zur Fort-/Weiter-/Ausbildung des lokalen Fußballverbands und in Zukunft von topausgebildeten Trainer profitieren. Leider klappt so nicht so leicht…

LIZENZIERUNG ODER AUSBILDUNG?

Die Ehrenamtlichen sind zeitlich stark eingespannt. Haben neben Fußball auch ihre Jobs und die Bereitschaft Urlaubstage zu opfern, ist nicht immer zu verlangen. Dezentrale Maßnahmen schaffen zum Teil Abhilfe. Ein großes Problem besteht jedoch auch dann weiterhin. Die große Diskrepanz der Ausbildungsinhalte zu dem, was tatsächlich von den Trainern in ihren Einheiten verlangt wird. Ist man dezentral oft selbst die Demogruppe, habe ich es als Trainer der eigenen F-Jugend “leider” nicht mit Mittvierzigern zu tun.

Hier sind die Trainer also ein wenig auf sich alleine gestellt. Ein bisschen so, wie wenn man den Übersteiger im Training nur am Hütchen übt und von den Kids am Wochenende erwartet, dass sie damit reihenweise die Gegner aussteigen lassen. Die Lücke zwischen der Methode in der Vermittlung und der tatsächlichen Herausforderung ist zu groß.

Eigentlich müsste der Blick in das Training der anwesenden Coaches her. Zum Teil wird das unserem Vernehmen nach umgesetzt. Hier wurde uns auch aus anderen Ländern und Sportarten berichtet, dass das Mannschaftstraining der Lehrgangsteilnehmer in den Phasen zwischen den Präsenzterminen gefilmt werden muss. Anhand des Videomaterials wird dann konkret und zielgerichtet an der Kompetenz des Coaches gearbeitet.

Eine solche Herangehensweise über einen längeren Zeitraum als nur wenige Woche würde den Anlass geben, über eine Ausbildung sprechen zu können. Sich für drei mal fünf Tage bei der A-Lizenz auf dem Platz hin und her zu bewegen, eher weniger. Denn auch eine Nachbetreuung findet hier nicht statt. Diese wäre aber notwendig, um nachhaltig bessere Trainer ausbilden zu können.

UNSER ANSATZ IN DER VEREINS- UND TRAINERENTWICKLUNG

Wir befinden uns in der (teilweise) glücklichen Lage, kein Verband zu sein. Wir gehen äußerst individuell auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein. Die unterschiedlichen sportlichen Ziele der von uns betreuten Vereine setzen voraus, immer die speziellen Gegebenheiten und Ressourcen zu berücksichtigen. Mit Vereinen von der “Championsleague bis zur Kreisliga” im Portfolio ist das auch notwendig.

Das wichtigste Credo in unserer Arbeit ist es, stets praxisnahe und leicht umsetzbare Methoden zu entwickeln. Das Tagesgeschäft bindet bereits genügend Ressourcen, so dass neue Maßnahmen sich nahezu reibungslos ist das bestehende Konstrukt einfügen müssen. Hierfür pflegen wir einen engen und zielgerichteten Austausch mit den Verantwortlichen.

Die Betreuungsphasen bei einem Verein belaufen sich auch mindestens sechs Monate, in denen wir sowohl auf dem Platz wie auch in Theorieeinheiten passende Modelle für eine zukünftig bessere Nachwuchsarbeit erarbeiten.
Die Trainer selbst profitieren dann von einer klaren Ausbildungsidee, altersgerechten Inhalten, einem Fundus an möglichen Trainingsformen und objektiveren Feedbackmachanismen. Die Coaches erhalten bspw. “Best-Practice Trainingseinheiten” von unseren Experten mit dem eigenen Team oder wir hospitieren bei den selbst durchgeführten Trainingseinheiten.
An zentralen Terminen finden sich die Trainer dann zusammen, um durch geführte und zielgerichtete Workshops oder Fortbildungen weiter an der inhaltlichen Ausrichtung mitzuwirken.

So findet ein stetiger Austausch auf höchstem Niveau statt, ohne die zeitlichen Kapazitäten der ehren- oder hauptamtlichen Trainer und Funktionäre unnötig zu strapazieren.

EIGENES JUGENDKONZEPT ANFRAGEN
By |2019-04-26T15:21:55+00:00April 26th, 2019|WISSENSTRANSFER|0 Comments

HINTERLASSE EINEN KOMMENATR