FISCHTEICHEFFEKT

Ist das Spielen auf höchstem Niveau immer hilfreich für junge Fußballer?

Unser Beitrag zum Thema Talenterkennung –> Artikel Talenterkennung hat dieses Thema bereits kurz angeschnitten.
Wir ziehen einen Vergleich zu Erkenntnissen aus dem Bereich der Pädagogik. Der oben beschriebene Effekt nennt sich im englischen “Original”: big-fish-little-pond-effect

Er beschreibt das “Phänomen, dass Schüler durch leistungsschwächere Mitschüler in ihrer Klasse eine stärkere Lernmotivation besitzen, da ihre Leistungen dort öfter auffallen, besonders honoriert werden und sie bestrebt sind, ihren Vorsprung zu halten.” (Wikipedia)

Auf den Fußball umgemünzt: Der Topspieler einer schwachen Mannschaft entwickelt sich bei diesem Team besser, als wenn er zu einer hervorragenden Mannschaft wechseln würde.

Im Schulsektor gibt es dazu bereits signifikante Ergebnisse, die diese These unterstützen (PISA 2003). In Hochbegabtenklassen sehen Psychologen die Gefahr, dass Kinder mit wenig Selbstvertrauen sich nicht so gut entwickeln.

Ein super Beitrag dazu in der Zeit von 2005: http://www.zeit.de/2005/50/C-BFLP-Effekt

Speziell wird hierbei auf das Selbstkonzept und damit einhergehend das Selbstvertrauen der Kinder eingegangen. Dieses ist natürlich nicht bei allen Kindern gleich ausgeprägt.

Junge Fußballer mit geringem Selbstvertrauen und großem Talent geraten in einem “Haifischbecken” vermutlich schnell unter die Räder.
By |2018-03-21T17:00:08+00:00März 21st, 2018|WISSENSTRANSFER|0 Comments

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