DIGITALISIERUNG IM FUSSBALL

“Digitalisierung ist jetzt sicher nicht mein Spezialbereich, aber ein absolutes Zukunftsthema” -Judith Gerlach, Staatsministerin für Digitales (Bayern)

Was das für die Politik und in dem Fall die Digitalministerin von Bayern aussagt, möchten wir nicht bewerten.
Dass Digitalisierung ein absolutes Zukunftsthema ist dagegen schon. Die Digitalisierung hält nicht erst seit gestern Einzug in unseren Alltag. Auch der Sport und damit eingeschlossen der Fußball sucht auf allen Ebenen nach Mitteln und Wegen diese für seinen Vorteil zu nutzen.
Seien es Spielanalysen, die Trainern mittlerweile schon in der Halbzeit oder während dem Spiel die nötigen Informationen für einen Sieg liefern sollen, oder die Erfassung von Parametern zur Leistungsdiagnostik und -steuerung einzelner Spieler.

Mehr und mehr durchdringt das Erfassen der Daten auch den Jugend- und Breitenfußball. In vielen Nachwuchsleistungszentren schon Alltag, versuchen nun auch ambitionierte Trainer und Vereine sich mittels Leistungstrackern oder Analysenprogrammen einen Vorteil zu „erkaufen“. Sie erfassen Laufdaten, analysieren die Grundformationen und Laufwege des vorherigen Spiels oder lassen sich mögliche Spielweisen des kommenden Gegners aufzeigen. Vorab sei gesagt, alle diese Produkte, ob billig oder teuer, für Spieler oder Trainer, für eine einzelne Mannschaft oder den ganzen Verein, sie alle haben ihre Berechtigung. Denn sie versuchen den Akteuren auf dem Platz eine Hilfe zu sein.
Aber – und das ist die Krux an den meisten dieser Produkte – sie lenken vom eigentlich Problem ab:

Mangelnden Kompetenz vieler Vereine und Trainer wenn es um die Themen Trainingsgestaltung und Trainingsinhalte geht.

Das Internet bietet mittlerweile eine solche Flut an Informationen, dass sich zu jedem erdenklichen Thema des Jugendfußballs mindest eine pdf, ein Beitrag und ein schlecht gefilmtes Handyvideo finden lassen. Am Ende ist es schwer sich auf das Wesentliche zu konzentrieren und die für einen passenden Informationen zu finden.

Hier sind wie häufig schon von uns angesprochen der DFB und seine Landesverbände in der Pflicht. Im Folgenden findet ihr dazu einen von uns  geschriebenen Beitrag.

„Die meisten ehrenamtlichen Trainer haben nicht die Möglichkeit, ihren Jahresurlaub zu opfern um sich lizenzieren zu lassen. Und sie haben erst recht keine Lust darauf, monatelange Wartezeiten in Kauf zu nehmen, obwohl sie doch ihren Kids einfach nur ein besseres Training anbieten wollen.“
–> Hier zum ganzen Beitrag

Unserer Meinung nach, kommen die Verbände nicht in Gänze ihrer Verantwortung nach. Sie schaffen es nicht, den Trainer und die Vereine dort abzuholen, wo sie es am nötigsten hätten. Auf dem eigenen Gelände mit den Trainern aus dem Grundlagen- und Aufbaubereich. Denn hier werden, wie in einem weiteren unserer Blogbeiträge zu entnehmen, die meisten Spieler erreicht.

„Wir haben uns bereits vor längerer Zeit mit den Kennzahlen des DFB beschäftigt. Unsere Erkenntnisse möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten.“
–> Hier zum ganzen Beitrag

Nun aber zurück zum oben angesprochenen Problem der fehlenden Kompetenz auf und neben dem Platz.

Wenn die Übung oder das Spiel nicht wie in den von uns meist verwendeten Formen implizit Inhalte fordert und fördert, bedarf es einem entsprechenden Handeln des Trainers. Das beginnt schon vor dem Training mit der Auswahl der Übung, spiegelt sich während des Trainings im entsprechenden Coaching wieder und wird weiter fortgeführt bei der Bewertung von Trainings- und Spielleistungen.
Um all diese Dinge im Blick zu behalten und sich als Fußballtrainer entsprechend weiter zu entwickeln, bedarf es einem Feedback. Dieses Feedback wiederum sollte auf einer einheitlichen Trainings- und Spielweise im Verein fußen. Jedoch ist das ein Thema, welches von den Verbänden nicht aufgegriffen wird. Stattdessen verlieren sich Lehrgänge in zu theoretischen Themenfelder und Vermittlungsmethoden die nichts mit dem Trainings- und Vereinsalltag zu tun haben. Hier werden Vereine und Trainer bisher gänzlich alleine gelassen.

Advance.Football versucht diese bisher bestehende Lücke zu schließen.
Mit Leistungen die dort ansetzen, wo alle anderen Akteure bisher aufhören zu unterstützen.

  • Bedarf des jeweiligen Vereins analysieren

    Im Rahmen einer ersten Veranstaltung lernen wir den Trainer oder Verein kennen und analysieren seinen Bedarf. Gleichzeitig erhält der Gegenüber einen Eindruck von unserer Arbeitsweise. Wir sind uns bewusst, dass dabei überall andere Gegebenheiten vorzufinden sind. Deshalb vermeiden wir es mit vorab ausgearbeiteten Abläufen und Inhalten unseren Plan durchzudrücken.

  • Lösungsvorschläge

    Aus dieser ersten Veranstaltung schaffen wir es die Schlüsse so zu ziehen, dass unsere Vorschläge für eine weitere Zusammenarbeit einen zeitlichen und vor allem finanziellen realistischen Rahmen haben. Auch hier gilt wieder, der Vereins- und Trainingsalltag mit seinen Besonderheiten gibt den Takt vor.

  • Implementierung

    Der gemeinsam erstellte Ablaufplan wird dann gemeinsam mit den Trainern und Verantwortlichen in Form von Fortbildungen, Workshops und theoretischen Sitzungen umgesetzt. 

  • Qualitätskontrolle durch digitale Lösungen

    Um nachhaltig eine bessere Nachwuchsarbeit zu gewährleisten, werden neben Trainermappen und sportlichen Leitfäden auch digitale Leistungen angewandt.
    Diese digitalen Leistungen werden wir euch in den kommenden Wochen ausführlich vorstellen.

Solltet ihr schon jetzt daran interessiert sein welche Möglichkeiten der Fort- und Weiterbildung Advance.Football bietet, dann meldet euch.

FORT- UND WEITERBILDUNG ANFRAGEN
By |2018-12-15T13:13:33+00:00Dezember 14th, 2018|WISSENSTRANSFER|0 Comments

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