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DIE FAHRT NACH HAUSE

  • Autofahrten dienen nicht der Analyse.
  • Weniger ist meist mehr.
  • Den Kindern zuhören und Gesprächsthemen initiieren lassen.

Für viele Kinder ist, unabhängig der Sportart, die Fahrt mit dem Auto nach einem Spiel oder einem Turnier, eine der prägendsten und unangenehmsten Aspekte des Sporttreibens.
Eine Analyse des gesamten Spiels, die Beurteilung des Schiedsrichters, der Mitspieler und meist auch des eigenen Kindes sind häufig Thema bei diesen Fahrten. Abhängig vom Ausgang des Fußballspiels fallen diese Beurteilungen nicht immer kritiklos oder mit guter Intention aus.

Völlig egal für wie selbstbewusst oder reif man sein Kind beurteilt: die Fahrt vom Spiel nach Hause ist nicht der richtige Ort um ein “differenziertes” Gespräch mit dem Kind zu führen.

Eine häufige Fehleinschätzung von Seiten der Eltern ist die scheinbare Unbekümmertheit, mit der die Kinder das Erlebte verarbeiten. Auch Kinder hinterfragen ihre Leistung und ihr Abschneiden, nur gehen sie damit völlig unterschiedlich um. Manche schaffen es, das Spiel schon bis zum Einsteigen in das Auto abzuhaken und können sich wieder einer anderen Sache widmen. Andere wiederum grübeln noch auf der gesamten Heimfahrt und beim Schlafengehen über das Spiel.
Hier sollte man davon Abstand nehmen, mit gut gemeinten Tipps, Fragen oder Hypothesen in ein Gespräch zu kommen.

EINIGE ANSÄTZE, DIE WIR MIT EUCH TEILEN MÖCHTEN

Kinder betreiben jeden Sport, um Freude und Spaß mit Freunden zu erfahren, erst an zweiter Stelle steht das Ergebnis. Sie sind (noch) keine Profi-Sportler, sie befinden sich in der Phase des Lernens und Ausprobierens. Nur so kann ein nachhaltiges und gesundes Verhältnis zum Sport geschaffen werden. Ein einfaches Abklatschen oder Umarmen nach jedem Spiel und Training bewirkt Wunder.

Tamminen, K., Poucher, Z. A., & Povilaitis, V.  (2017) Car Ride Home.

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