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PRINZIPIEN IM FUSSBALL

  • Prinzipien stehen zwingend an oberster Stelle.
  • Sie erleichtern die Vermittlung von taktischen Inhalten.
  • Prinzipien können nicht nur im Profibereich angewendet werden.

ADVANCE.FOOTBALL IST IHR PARTNER FÜR ERFOLGREICHE NACHWUCHSARBEIT IM FUSSBALL

Julian Nagelsmann und Domenico Tedesco machen es vor:
In Prinzipien verpacken sie ihre taktischen Ideen und die Spieler adaptieren im Rekordtempo neue Spielideen. Beide haben in ihren ersten Stationen im Profigeschäft und bis heute bewiesen, wie schnell durch diese Art der Vermittlung gelernt werden kann und wie effizient die Umsetzung auf dem Platz erfolgt.

DOCH WAS BEDEUTET DAS FÜR DAS TRAINING IM JUGENDBEREICH?

Die Kinder mit ständigen Aussagen zu konfrontieren, die rein situationsspezifisch sind, ist ineffektiv. 
Wir nennen das Phänomen speziell im Hallenfußball „Algorithmen“.
Es werden stupide Abläufe für bestimmte Situationen einstudiert.
Die Spieler entscheiden nicht mehr, sondern spulen Programme ab. Man sieht dieses Verhalten auch immer häufiger beim Fußball im Freien.
Ein Training nach diesem Muster aufzubauen, ist weder mit langfristigen Ausbildungserfolgen versehen, noch auf einem aktuellen Stand von Lerntheorien in der Sportwissenschaft.

DIE ALTERNATIVE?

Diese komplexen gruppen- und mannschaftstaktischen Muster in individuellen Handlungen als Prinzipien umwandeln.  Man möchte Überzahl in Situationen des Spielaufbaus erzeugen und ausspielen?

Dann spielt man entsprechende Spielformen in Zahlenverhältnissen, die von den Spielern gemeistert werden können. Abhängig vom Leistungsniveau und Alter können hier verschiedenste Formen und Größen gewählt werden. Der Clou ist, dass die kognitiven Prozesse und taktischen Prinzipien zum Ausspielen einer Überzahl in einem 4vs1 dieselben sind, wie jene die notwendig sind, um einen erfolgreichen Spielaufbau im 4vs4 in der Halle zu gestalten:

  • Aus dem Deckungsschatten bewegen
  • In den Rücken des Gegners frei werden
  • Zum Mitspieler bewegen, wenn dieser Druck hat
  • etc.

Der große Vorteil bei dieser Vermittlung, welche nebenbei (implizit) und unabsichtlich (inzidentell) geschieht, ist die Anwendung in sämtlichen Situationen des Spiels. Dabei spielt es keine Rolle ob es in der Halle, im Freien, im 7vs7, 9vs9 oder 11vs11 stattfindet.

Somit erlernen die Kinder und Jugendlichen übergeordnete Prinzipien, welche sie über Jahre hinweg festigen und anwenden. Man muss sie nicht ständig mit neuen mannschaftstaktischen Mustern beladen, welche sich je nach Wettkampfform stetig ändern.

„Kinder möchten nicht wie Fässer gefüllt, sondern wir Fackeln entzündet werden.“

Julian Nagelsmann spricht auf dem ITK 2019 ebenfalls von Prinzipien und erläutert einige Punkte seiner Arbeit rund um diese Thematik. In einer sehr eloquenten und einfach verständlichen Art und Weise. Wir haben euch die wichtigsten Aussagen seines Vortrags zusammengefasst.

Ähnlich unserem Beispiel im 4vs4 fasst es Nagelsmann in einen größeren Kontext (11vs11). Dabei ist es nebensächlich wo auf dem Feld diese Prinzipien angewendet werden, da sie in allen Situationen gelten. Den Spielern diese klaren und immer gültigen Handlungsmuster mit an die Hand zu geben, erleichtert  Trainern das Leben bei der Vermittlung von taktischen Inhalten. Darüber hinaus schafft es Sicherheit und Orientierung bei den Spielern.

Nagelsmann bestärkt seine vorherige Aussage, Prinzipien stehen über der gewählten Grundordnung. Das hat zur Folge diese Prinzipien auch in kleineren Zahlenverhältnissen und Altersbereichen (7vs7, 9vs9) angewendet werden können.

Was für den Breiten- und Amateursport als zu hochgegriffen angesehen werden kann, lässt sich mit einfachen Mitteln wie Handouts, pdfs oder kleinen Videosequenzen ebenfalls in den Trainingsalltag integrieren. Dabei kann die Vermittlungsmethode an den jeweiligen Alters- und Entwicklungsstand der Spieler angepasst werden.

Nagelsmann bringt nochmals zum Ausdruck dass seine Prinzipien nicht als abstrakte Idee in seinem Trainerbüro entstanden sind. Ein stetiger Austausch und das regelmäßige Abgleichen mit anderen Trainern und Spielern ist notwendig, um sich und seine Arbeit mit den Prinzipien weiter voran zu bringen.

Advance.Football bietet Vereinen und Verbänden die Möglichkeit sich individuell und auf die speziellen Bedürfnisse angepasst weiterzuentwickeln.

KINDERFUSSBALLREFORM VS. TORHÜTERAUSBILDUNG

Angesichts der geplanten „Reform“ im Kinderfußball haben wir Euch um eure Meinung gebeten. Wie bewertet ihr die Aussagen Bodo Illgners, man solle Kinder „nicht erst mit 10 oder 11 ins Tor lassen“? Sind die geplanten Veränderungen im Kinderbereich hinderlich für die Entwicklung des Torhüters?

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